Rotes Ziegelgebäude©

Steinergänzung Ziegel-Fassade

Defekte Ziegel in der Wand reparieren statt auswechseln

Das Remmers Restauriermörtel-System wurde speziell für Ergänzungen an mineralischen Baustoffen bzw. für deren Ersatz entwickelt. Warum also defekte Ziegel auswechseln.

Im Rahmen der konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen an Natursteinbauteilen haben Steinergänzungsmörtel auf mineralischer bzw. kunststoffmodifizierter mineralischer Basis nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. Dieser beruht auf einer ganzen Reihe von Vorteilen, die diese Systeme gegenüber anderen Bindemittelvarianten für Steinergänzungsmörtel aufweisen. Hier sind zu nennen:

  • die gute Anpassungsfähigkeit auf eine ganze Reihe von technischen, insbesondere physikomechanischen Eigenschaften,
  • die gute optische Anpassungsfähigkeit,
  • die sichere, weitgehend einfache Verarbeitung sowie
  • das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis.

Das Remmers Restauriermörtelsystem wurde speziell für Ergänzungen an mineralischen Baustoffen bzw. für deren Ersatz entwickelt. Da sich der Baustoff „Naturstein“ in seiner Zusammensetzung (Gefüge, Porenraum, Farbigkeit, Körnung etc.) unterscheidet und es im Sinne einer langzeitbeständigen Maßnahme ist, den Steinersatzmörtel auf den Untergrund abzustimmen, bietet Remmers eine breite Palette von Anpassungsmöglichkeiten.

Dabei wird eine zweigleisige Philosophie verfolgt:

Zum einen bietet Remmers ein umfangreiches System von Standardprodukten an, das in seiner Variationsbreite einer Vielzahl von Anwendungsfällen Rechnung tragen kann. Sein strukturierter Aufbau ermöglicht es Verarbeitern und Planern, sich für den Standardfall optimal angepasste Steinergänzungsmörtel auszuwählen.

Zum anderen ist es möglich, für spezielle Anwendungen Sonderprodukte zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Hierzu ist es meist notwendig, nicht nur die Gesteinseigenschaften, sondern auch die relevanten Schadensmechanismen, die zum Verlust der Originalsubstanz geführt haben, zu kennen.

Wurden die Schadensmechanismen bereits ermittelt, bietet Remmers eine Zusammenarbeit mit den bereits involvierten Fachleuten. Sollten entsprechende naturwissenschaftliche Untersuchungen noch ausstehen, so können diese von der Remmers Fachplanung, einem Spezialisten-Team aus unterschiedlichsten Fachrichtungen, durchgeführt und interpretiert werden.

Somit kann Remmers für fast alle der vielfältigen Anforderungen, die die große Bandbreite der mineralischen Untergründe in optischer, chemischer und physikomechanischer Hinsicht stellt, entsprechend adäquate Restauriermörtel zur Verfügung stellen.

Verarbeitung

Das winklige Ausarbeiten von Schad- und Fehlstellen entspricht der traditionellen Vorgehensweise bei der Ergänzung von mineralischen Untergründen mit einem „klassischen“ Restauriermörtel. Für diese über Jahrzehnte erprobte Art der Anwendung stellt Remmers die bewährten Restauriermörtel zur Verfügung.

Aus dem Bereich der Steinskulptur kommend, die schon seit vielen Jahren in ihrer Originalsubstanz als Kunstwerk im Bewusstsein verankert ist, hat sich die Forderung nach geeigneten Materialien für im Höchstmaß substanzerhaltende Ergänzungen auch auf die Fassade ausgeweitet. Auch hier gilt selbstverständlich die Forderung, dass sich diese Antragungen in ihrer Farbigkeit, Struktur und ihrem physiko-mechanischen Verhalten dem jeweiligen Stein anpassen müssen.

Zunehmend werden von der Denkmalpflege auch an der Fassade auf Null auslaufende Antragungen gefordert. Für diesen Zweck bietet das Haus Remmers mit RM pro ein Produkt an, mit dem es möglich ist, diese Verarbeitungstechnik anzuwenden, ohne auf die Palette der oben und im folgenden genannten individuellen Anpassungen zu verzichten.

Im Regelfall kann eine zufriedenstellende farbliche Anpassung durch eine werkseitige Pigmentierung realisiert werden. Hierzu kann ein Farbton aus der umfangreichen Farbtonkollektion oder einer ähnlich standardisierten Farbtonkarte (z. B. RAL) angegeben werden oder auf einem individuelleren Weg ein Muster zu uns gesandt werden, auf dem der gewünschte Farbton markiert ist.

Für die Dauerhaftigkeit einer Steinergänzungsmaßnahme sind die Festigkeitskennwerte Druckfestigkeit und Elastizitätsmodul von hoher Bedeutung. In ähnlicher Weise wie Fugen- und Verfugmörtel sollen auch Steinergänzungsmörtel die Funktion des „schwächsten“ Gliedes im Mauerwerk übernehmen. Zum Einen sollen sie eine Art „Bandscheibenfunktion“ übernehmen, damit sie gegenüber dem Stein verstärkt Spannungen aufnehmen bzw. abbauen können. Zum Anderen sollte das„später“ zugefügte Material immer die schwächere Position einnehmen, damit es im Verbund mit dem Originalmaterial als bevorzugte Verschleißschicht fungieren kann.

Dieser letztgenannte Punkt darf jedoch nicht dazu führen, dass die Haltbarkeit des Mörtels auf ein für den Bauherren inakzeptables Maß herabgesenkt wird. So ist es eine der Hauptaufgaben in der Entwicklung von Restauriermörteln, zu einem Optimum zwischen „schwächstem Glied“ und Dauerhaftigkeit zu finden.

Um dem genannten Optimum bei jeder Steinergänzung möglichst nahe zu kommen, bietet Remmers Restauriermörtel standardmäßig in 2 Festigkeitsniveaus an:

„weich“ M5 (4 bis 8 N/mm², je nach Körnung)

„normal“ M10 (10 bis 13 N/mm², je nach Körnung)

Die Körnung eines Steinergänzungsmörtels hat einen entscheidenden Einfluss auf die Struktur und damit auch auf Rauheit und Glanz der fertigen Steinergänzung. Für eine den Anforderungen möglichst exakt entsprechende Steinergänzung finden sich im Remmers Restauriermörtelsystem deshalb standardmäßig drei Körnungsbereiche:

„fein“, < 0,2 mm

„mittel“, < 0,5 mm

„grob“, < 2,0 mm

Steinergänzung

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